Konfrontation in Kooperation - Gesprächsführung im Kinderschutz (241-50807)

Die Kommunikation mit Familien ist der Schlüssel für gelingenden Kinderschutz. Gleichzeitig bietet die Kommunikation zahlreiche und typische Stolpersteine, die sich umgehen lassen, wenn man sie kennt. Im Gespräch mit den Elternspiegelt sich die fachliche Haltung der Fachkräfte wider: ist diese unklar, bleibt oft auch das Gesprächsergebnis unklar; ist die Haltung anklagend, werden zwischen Fachkraft und Familie mehr Mauern als Brücken gebaut. Daher gilt: Ein gelingendes Gespräch im Kinderschutz setzt eine gute Selbstreflexion und Vorbereitung voraus. Wenn Eltern das Gefühl vermittelt werden kann, dass die gemeinsame Sorge um das Kind im Fokus steht, und die Fachkräfte emphatisch und bestimmt auch kritische Themen ansprechen können, kann die Beziehung zwischen den Fachkräften und den Familien zum Schlüssel der Gefahrenabwehr werden.
Für die Praxis ergeben sich zahlreiche Fragen: Wie soll ich ein Gespräch gestalten? Was mache ich, wenn die Sorgeberechtigten alles abstreiten? Wie gehe ich mit aggressivem Verhalten um? Was tun, wenn die Eltern drohen, das Kind aus der Einrichtung abzumelden? Soll ich den Fall nicht einfach ans Jugendamt abgeben? In diesem Seminar werden zentrale Grundhaltungen für die Gesprächsführung im Kinderschutz vermittelt und das Thema Kinderschutz insgesamt vertieft.

Die Inhalte des Seminars orientieren sich an den einzelnen Phasen eines Kinderschutzverfahrens (Erfassen der Situation – Informationssammlung – Ergebnis der Gefährdungseinschätzung – weiteres Vorgehen nach erfolgter Einschätzung).
Es werden zunächst die theoretischen Grundhaltungen und deren Sinn vermittelt, anschließend wird die Gesprächsführung praktisch geübt. Uns stehen drei Schauspieler zur Verfügung.

ZIEL Die Teilnehmer/-innen kennen Grundhaltungen in der Gesprächsführung und haben diese praktisch geübt. Es besteht mehr Sicherheit in der Gesprächsführung im Kinderschutz.

INHALTE Grundhaltung in der Gesprächsführung Phasen des Kinderschutzverfahrens – Umgang bei Klienten mit besonderen Verhaltensmustern – Stolpersteine in der Gesprächsführung – Umgang mit Sackgassen in der Gesprächsführung – Praktische Übungen

Referent: Markus Wegenke, Sozialarbeiter, Ausbilder für Case- und Caremanagement, Gründer des Zentrums für Kinder- und Jugendhilfe Freiburg, seit 2020 Doktorand am Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklink Freiburg mit dem Schwerpunkt auf die regionale Versorgungsstruktur für Kinder und Jugendliche, die von Misshandlung, insb. sexueller Gewalt betroffen sind.

Zielgruppe: Erzieher/-innen, Pädagog/-innen

Termine

  • 12.06.2024: 09:00 - 16:00 Uhr
  • 13.06.2024: 09:00 - 16:00 Uhr
Leiter/in: Markus Wegenke
Termin: 12.06.2024 - 13.06.2024
An-/Abmeldeschluss: 27.05.2024
Gebühr / Person: 240,00 € (ermäßigt: 120,00 €)
Anzahl Plätze: 10 (maximal) / 8 (minimal) / 10 (gebucht)
Raum:
Nordbau - Seminarsaal (Lageplan)

Ort:
Dieter-Kaltenbach-Stiftung
Konrad-Adenauer-Str. 22
79540 Lörrach