Traumapädagogische Arbeit im schulischen Kontext (241-50802)

Im Schulalltag begegnen Lehrkräfte immer häufiger "verhaltensauffälligen" Kindern. Die Ursache für dieses Verhalten ist häufig in traumatischen Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen begründet. Besonders in der Schule, wo Kinder einen Großteil ihres Alltags verbringen und dabei mit verschiedensten Anforderungen, wie dem Umgang mit Gleichaltrigen und Erwachsenen sowie Leistungsdruck und dem Auseinandersetzen mit Zukunftsperspektiven konfrontiert sind, zeigen sich oftmals Folgen von Belastungen und Traumatisierungen. Diese Kinder agieren aggressiv und grenzüberschreitend oder sie wirken teilnahmslos und desinteressiert. Traumatisierte Kinder können aufgrund ihres erhöhten Stressniveaus oftmals den Schulalltag nur schwer bewältigen und zeigen ihre Überlastung durch Störungen des Unterrichts und Aggressionen gegen Mitschüler/-innen und Lehrkräfte. In dieser Fortbildung werden Handlungsmöglichkeiten und Methoden vorgestellt, um Fachkräfte im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu stärken und diese in den Schulalltag zu integrieren. Dazu gehört die Unterstützung der Kinder bei Stressregulation und Impulskontrolle. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Blick auf die eigene Psychohygiene. Die Arbeit mit Traumatisierten und die Konfrontation mit deren destruktiven Verhaltensweisen und Interaktionsdynamiken birgt besondere Herausforderungen für die Fachkräfte und kann sehr belastend sein. Im Seminar wird erarbeitet, welche Möglichkeiten die Traumapädagogik bietet, damit sich Lehrkräfte schützen und selbstversorgen können.

INHALTE DES SEMINARS: Einführung in die Psychotraumatologie • Wie zeigen sich Verhaltensweisen von traumatisierten Kindern im schulischen Kontext? • Handlungsmöglichkeiten und Methoden für den schulischen Alltag • Entwicklung einer traumapädagogischen Haltung • Wohin kann ich mich wenden, was kann ich tun (Netzwerkarbeit)? • Umgang mit Über-und Untererregung der Kinder • Möglichkeiten der Selbstfürsorge

Referent: Nico Stenger

Zielgruppe: Lehrer/-innen, Förderschullehrer/-innen, Schulsozialarbeiter/-innen, Teilhabeassistent/-innen und alle, die im schulischen Kontext traumatisierten und belasteten Kindern und Jugendlichen begegnen.

Termine

  • 20.03.2024: 09:00 - 16:30 Uhr
  • 21.03.2024: 09:00 - 16:30 Uhr
Leiter/in: Nico Stenger
Termin: 20.03.2024 - 21.03.2024
An-/Abmeldeschluss: 05.03.2024
Gebühr / Person: 390,00 € (ermäßigt: 210,00 €)
Anzahl Plätze: 20 (maximal) / 10 (minimal) / 19 (gebucht)
Raum:
Nordbau - Seminarsaal (Lageplan)

Ort:
Dieter-Kaltenbach-Stiftung
Konrad-Adenauer-Str. 22
79540 Lörrach