Kreative Prozesse fördern: Lernen, eigene Ideen im Tun zu entwickeln (AU50801)

Schauen wir uns Arbeiten aus einem traditionellen Kunst- und Werkunterricht an, sehen wir keine oder kaum Unterschiede in der Umsetzung. Wird ein Thema bearbeitet, haben die Objekte vielleicht unterschiedliche Farben, aber die Form und Technik ist immer gleich. Diesen vorstrukturierten Ablaufplan wollen wir durch dieses Seminar individualisiertes und selbstverantwortliches Handeln entgegensetzen.

Setzen wir die Methode des prozesshaften Arbeitens im Kunstunterricht mit Kindern und Jugendlichen ein, lernen diese spielerisch ihre eigenen Möglichkeiten zu erkennen, sich auszuprobieren und selbstorganisiert zu handeln. Zu einem gemeinsamen Thema suchen sich die Kinder ihren eigenen Weg, ihre Materialien, ihre bevorzugten Methoden selbst aus. Wir können gespannt sein auf individuelle Szenarien, auf unterschiedliche Stile, die zum Ausdruck kommen, auf eigene Stärken und Schwächen, die erkannt und genutzt bzw. verbessert werden. Im Idealfall haben wir nun einen freien Werkstattunterricht!

Das Seminar ist in zwei Blöcke unterteilt. An beiden Tagen werden die Teilnehmenden selber kreativ und entdecken den eigenen persönlichen Entwicklungsprozess ihres kreativen Potentials. Es sind keine künstlerischen Vorkenntnisse oder Fähigkeiten mitzubringen.

Tag 1: Freitag, 11. März 2022, 14:00-18:00 Uhr
Inhalte: Was heißt es, prozesshaft zu arbeiten? Was ist ein gestalterischer Prozess? Wie ist der Weg von einer Idee zu einer Form? Was ist die Rolle des Materials?
Methode: Praktische Übungen mit Stift, Pinsel und Farbe auf Papier - Betrachtung, Besprechung, Erfahrungsaustausch - Vorstellen zweier gestalterischer Methoden: die klassische Methode und die Methode des Entwerfens. Die Teilnehmenden erhalten eine prozesshafte Hausaufgabe in Vorbereitung für den 2. Seminartag.

Tag 2: Samstag, 26. März 2022, 09:00-17:00 Uhr
Inhalte: Präsentation der entstandenen Resultate (hier geht es nicht besonders um Endergebnisse, sondern um die gemachten Erfahrungen und persönlichen Überlegungen) - Anwendungen prozesshaften Arbeitens: Wo findet prozesshaftes Arbeiten Anwendung? Wo liegen die Chancen? Wie initiiere ich prozesshaftes Arbeiten? Was ist dabei meine Rolle als Pädagogin, als Pädagoge? - Austausch. Anregungen. Mögliche Fallen.
Methode: Praktische Übung zur "Methode des Entwerfens" mit Papier, Stift, Collage, Gruppenaktion (es werden kleine Aufgaben in Papier gelöst, die zu einer gemeinsamen Gruppenaktion führen. Sie bildet den Abschluss des Seminars.)

Referent: Peter Amsler, Bildhauer und Künstler. Langjährige Unterrichtserfahrung im gestalterischen Bereich mit Jugendlichen und Erwachsenen.

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aller Art und andere Interessierte

Termine

  • 11.03.2022: 14:00 - 18:00 Uhr
  • 26.03.2022: 09:00 - 17:00 Uhr
Leiter/in: Peter Amsler
Termin: 11.03.2022 - 26.03.2022
An-/Abmeldeschluss: 24.02.2022
Gebühr / Person: 165,00 €
Informationen zur Veranstaltung: Bitte mitbringen: Kamera/Handykamera, Pinsel, Bleistift, Leimstift / Verpflegung: ein vegetarisches Mittagessen am Samstag sowie Snacks und Getränke sind in den Seminargebühren ist enthalten.
Anzahl Plätze: 12 (maximal) / 8 (minimal)
Lageplan

Ort:
Dieter-Kaltenbach-Stiftung
Konrad-Adenauer-Str. 22
79540 Lörrach