Zertifikatskurs ieF alle Module: Insoweit erfahrene Fachkraft gemäß SGB (AS50801)

Zertifikatskurs zur "Insoweit erfahrenen Fachkraft/Kinderschutzfachkraft gemäß SGB VIII und KKG"

Mit der Einführung des § 8a SGB VIII wurde ein qualifizierter Umgang bei Kindeswohlgefährdung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe gesetzlich etabliert. So hat z. B. die fallführende Fachkraft bei gewichtigen Anhaltspunkten auf eine Kindeswohlgefährdung das Gefährdungsrisiko nicht alleine, sondern mindestens mit einer Insoweit erfahrenen Fachkraft einzuschätzen. Da der Kinderschutz eine gesellschaftliche Querschnittsaufgabe ist, haben auch Personen, die außerhalb der Kinder- und Jugendhilfe haupt- oder nebenamtlich mit Minderjährigen in Kontakt stehen, gem. § 8b Abs.1 SGB VIII und § 4 KKG Personen Anspruch auf fachkundige Beratung. Zu organisieren ist diese durch das jeweilige Jugendamt.

Das Curriculum orientiert sich an den aktuellen theoretischen und praktischen Anforderungen des zeitgemäßen Kindesschutzes und wurde für Mitarbeiter/innen in Arbeitsbereichen der Kinder- und Jugendhilfe sowie wesentlichen institutionellen Schnittstellen (Kindertagesstätten, Schulen, etc.) entwickelt. Die Fortbildungsreihe ist angelehnt an bestehende Eckpunktpapieren und Orientierungshilfen öffentlicher Träger (u. a. werden die Empfehlungen des Landesjugendamtes Nordrhein-Westfalens und Schleswig-Holstein aufgegriffen und praktisch umgesetzt) und berücksichtigt die Aspekte des Fachkonzepts "Sozialraumorientierung".

Die Teilnahme an dem Zertifikatskurs setzt Berufserfahrung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und dementsprechend Grundlagenkenntnisse im Bereich des Kindesschutzes voraus. In dem Curriculum werden daher vier inhaltliche und methodische Schwerpunkte vermittelt: a) Das Modell der Kurzberatung zur Risiko-/Gefährdungseinschätzung/Falleinordnung b) Die Gestaltung von Schutzplänen im Kindesschutz c) Kenntnisse über Datenschutz und Prävention als Grundlage für den Kindesschutz d) Training und Implementation in das eigene Arbeitsfeld.

Modulübergreifend wird auf die Rolle der Insoweit erfahrenen Fachkraft eingegangen. Hierfür werden ihre Verantwortlichkeiten im Bereich der Ergebnis-, Prozess- und Strukturqualität im Kindesschutzverfahren beleuchtet sowie Richtlinien zum Ablauf und der rechtliche Handlungsrahmen vorgestellt.

Arbeitsformen/Methoden/Materialien:
Vermittlung theoretischen Grundlagenwissens anhand von Impulsreferaten, kurzen Inputs mit alltagstauglichen knappen Arbeitspapieren; Gruppenarbeiten; Bearbeitung von Fragen und Fällen aus der Praxis der Teilnehmer/innen

Abschluss:
Für den Erwerb des Zertifikats ist neben einer aktiven Teilnahme und dem Besuch von allen Modulen (100 % Teilnahme) Literaturarbeit und die Präsentation von Arbeitsergebnissen Voraussetzung (d.h. Verschriftlichung eines Falles aus der eigenen Praxis anhand des Falldarstellungsbogens und Protokolls zur Kollegialen Beratung zur Risiko-/Gefährdungseinschätzung sowie Auseinandersetzung mit Moderation, Perspektivwechsel, Protokoll und Beratungsaufgabe).

Termine

  • 08.02.2021: 09:00 - 16:00 Uhr
  • 09.02.2021: 09:00 - 16:00 Uhr
  • 24.02.2021: 09:00 - 16:00 Uhr
  • 25.02.2021: 09:00 - 16:00 Uhr
  • 12.07.2021: 09:00 - 16:00 Uhr
  • 13.07.2021: 09:00 - 16:00 Uhr
  • 14.07.2021: 09:00 - 16:00 Uhr
  • 15.07.2021: 09:00 - 16:00 Uhr
Leiter/in: Markus Wegenke, Fortbildungsinstitut LüttringHaus
Termin: 08.02.2021 - 15.07.2021
An-/Abmeldeschluss: Dienstag, 10.11.2020
Gebühr / Person: 1.100,00 €
Informationen zur Veranstaltung: Getränke und ein warmes vegetarisches Mittagessen sind im Preis inbegriffen.
Anzahl Plätze: 20 (maximal) / 11 (minimal) / 20 (gebucht)
Raum:
Nordbau - Seminarsaal (Lageplan)

Ort:
Dieter-Kaltenbach-Stiftung
Konrad-Adenauer-Str. 22
79539 Lörrach