12.03.2009 BZ
"Eine wichtige Anlaufstelle"
Der Hauinger Jugendtreff ist viel mehr als ein Ort zum "Abhängen" — aber er braucht mehr Geld
Von unserer Mitarbeiterin Britta Wieschenkämper
LÖRRACH-HAUINGEN. Der Jugendtreff Hauingen kommt bei den Jugendlichen sehr gut an und ist für das Dorf eine Bereicherung. Ob dem Wunsch der Jugendlichen nach erweiterten Öffnungszeiten in Zukunft stattgegeben werden kann, ist aber ungewiss.
15 000 Euro zahlt die Stadt jährlich an die Kaltenbachstiftung für die Betreuung des Treffs, so Ortsvorsteher Günter Schlecht. Laut Geschäftsführer Jochen Sproß falle dadurch jährlich ein Defizit von 4000 Euro an. Künftige Haushaltsberatungen müssten sich mit der Frage einer Budget-Erhöhung beschäftigen, sagte Schlecht.
In der Ortschaftsratssitzung gab Tobias Hohenstatter, der den Jugendtreff seit Sommer 2008 gemeinsam mit Ursula Winz betreut, einen Überblick über die Arbeit der Einrichtung. An den beiden Abenden, die der Treff pro Woche geöffnet hat, kommen im Schnitt 25 Jugendliche. Viele Angebote können sie wahrnehmen, etwa Sport, Spiele wie Billard oder Dart, DVD-Abende oder Gesprächsrunden. Sehr beliebt sei das Experimentieren mit Musik und Mischpult, manche Jugendliche übten sich im Texten und Vortragen von Rap. Als besonders wichtig erachtet Hohenstatter betreuende Hilfestellungen in verschiedenen Lebensbereichen, zum Beispiel bei Problemen in der Familie und Schule oder bei der Suche nach einer Lehrstelle. "Für manche Jugendliche ist der Treff eine wichtige Anlaufstelle, um Hilfe zu erhalten" , sagte Hohenstatter. Er dankte dem Ortschaftsrat für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Der Jugendtreff finde immer ein offenes Ohr und die Bereitschaft, Lösungen zu erarbeiten. Eine Wunsch ist eine stärkere Verankerung im Dorf, etwa die Einbeziehung des Jugendtreffs bei Festen.
Gedankt wurde den Jugendlichen für die Renovierung der Ortstafeln, die sie in Eigenregie übernommen haben. Zuvor hatten sie bereits die Röhren auf dem Kinderspielplatz neu gestaltet — Aktionen, die sowohl den Jugendlichen als auch dem Dorf nützen. Solche Aktionen gäben den Jugendlichen das Gefühl, am Geschehen im Ort teilzuhaben, so Hohenstätter.






